Vollständige Übersicht aller Kommandozeilen-Parameter von PIXEstL.
# Farb-Lithophanie generieren
pixestl [OPTIONEN] -i <BILD> -p <PALETTE> -o <AUSGABE>
# Kalibrierungs-Testmuster generieren
pixestl --calibrate -p <PALETTE> -o <AUSGABE>
# Palette-Informationen anzeigen
pixestl --palette-info -p <PALETTE>
Diese Parameter müssen beim regulären Aufruf angegeben werden.
| Parameter | Kurzform | Beschreibung |
|---|---|---|
--input |
-i |
Pfad zum Eingabebild (JPG, PNG, WebP). Nicht nötig bei --calibrate oder --palette-info. |
--palette |
-p |
Pfad zur Palette-Datei (JSON mit Filament-Farbdaten) |
--output |
-o |
Ausgabepfad. Die Endung wählt das Format: .3mf = einzelne 3MF-Datei mit eingebetteten Filamentfarben (Bambu Studio weist AMS-Slots automatisch zu), .zip = ZIP mit STL-Dateien, ohne Endung = Verzeichnis mit STL-Dateien. Nicht nötig bei --palette-info. |
Wann es Sinn macht zu ändern: Diese Werte änderst du bei jedem Aufruf – sie sind immer bildspezifisch.
!!! example “Minimalbeispiel”
bash
pixestl -i foto.jpg -p palette/filament-palette-0.10mm.json -o ausgabe.zip
Steuern die physische Größe der fertigen Lithophanie in Millimetern.
| Parameter | Kurzform | Standard | Beschreibung |
|---|---|---|---|
--width |
-w |
0 |
Breite der Lithophanie in mm. 0 = automatisch aus Höhe berechnen. |
--height |
-H |
0 |
Höhe der Lithophanie in mm. 0 = automatisch aus Breite berechnen. |
Wann es Sinn macht: Gib mindestens einen Wert an. 0 bei beiden Werten führt zu einer Fehlermeldung.
Wenn nur Breite oder nur Höhe angegeben wird, berechnet PIXEstL die andere Dimension proportional aus dem Seitenverhältnis des Bildes.
!!! example “Beispiele” ```bash # 100 mm breit, Höhe proportional pixestl -i foto.jpg -p palette.json -o out.zip -w 100
# 80 mm hoch, Breite proportional
pixestl -i foto.jpg -p palette.json -o out.zip -H 80
# Exakt 120×80 mm (kann Bild verzerren)
pixestl -i foto.jpg -p palette.json -o out.zip -w 120 -H 80
```
Parameter für die CMYK-Farbschichten – das Herzstück der Farb-Lithophanie.
| Parameter | Standard | Beschreibung |
|---|---|---|
--color-pixel-width |
0.8 mm |
Breite eines einzelnen Farbpixels. Kleinere Werte = mehr Details, aber auch größere STL-Dateien und längere Druckzeiten. |
--color-layer-thickness |
0.1 mm |
Dicke einer einzelnen Farbschicht. Muss exakt mit der Schichthöhe im Slicer übereinstimmen. |
--color-layers |
5 |
Anzahl der Farbschichten pro Pixel (1–5). Mehr Schichten = mehr Farbtöne möglich. |
--no-color |
– (Flag) | Deaktiviert alle Farbschichten. Erzeugt eine klassische Graustufen-Lithophanie. |
Wann es Sinn macht:
--color-pixel-width 0.5: Wenn du sehr feine Details willst und dir längere Druckzeiten egal sind.--color-layers 3: Für schnellere Drucke mit weniger Farbtiefe.--no-color: Für erste Tests oder wenn du kein AMS hast.!!! warning “Schichtdicke und Kalibrierung”
Der Wert --color-layer-thickness muss exakt der Schichthöhe entsprechen, für die deine Palette kalibriert wurde.
Die mitgelieferte Beispiel-Palette ist für 0.10 mm kalibriert. Wenn du 0.08 mm im Slicer verwendest, brauchst du eine neu kalibrierte Palette.
Parameter für die Texturschicht – sie kodiert die Helligkeit des Bildes als physische Dicke.
| Parameter | Standard | Beschreibung |
|---|---|---|
--texture-pixel-width |
0.25 mm |
Auflösung der Texturschicht. Feiner als Farbpixel, um Helligkeitsverläufe detailliert abzubilden. |
--texture-min |
0.3 mm |
Minimale Texturdicke (hellste Bildstelle). Dünner = mehr Licht durch helle Bereiche. |
--texture-max |
1.8 mm |
Maximale Texturdicke (dunkelste Bildstelle). Dicker = weniger Licht durch dunkle Bereiche. |
--no-texture |
– (Flag) | Deaktiviert die Texturschicht. Nur Farbschichten werden erzeugt (für Tests). |
Wann es Sinn macht:
--texture-min 0.2 + --texture-max 2.2: Für mehr Kontrast bei sehr flachen Bildern.--texture-pixel-width 0.2: Für feinere Helligkeitsdetails bei größeren Lithophanien.--no-texture: Selten sinnvoll – Texturschicht gibt der Lithophanie Tiefe und Kontrast.Parameter für das Ausgabeformat der STL-Dateien.
| Parameter | Standard | Beschreibung |
|---|---|---|
--format |
ascii |
STL-Format: ascii (lesbar) oder binary (klein, schnell). |
--plate-thickness |
0.2 mm |
Dicke der Grundplatte, auf der alle Farbschichten aufbauen. |
Wann es Sinn macht:
--format binary: Fast immer empfehlenswert – erzeugt 50–80 % kleinere Dateien, die schneller vom Slicer geladen werden.--plate-thickness 0.4: Wenn du eine stabilere Grundplatte möchtest.!!! tip “Binary immer verwenden”
bash
pixestl -i foto.jpg -p palette.json -o out.zip -w 100 --format binary
Erzeugt zylindrisch gekrümmte Lithophanien statt flacher Platten – ideal für Lampenschirme und Panoramabilder.
| Parameter | Kurzform | Standard | Beschreibung |
|---|---|---|---|
--curve |
-C |
0 |
Krümmungswinkel in Grad. 0 = flach, 90 = Viertelzylinder, 180 = Halbzylinder, 360 = Vollzylinder. |
| Wert | Ergebnis |
|---|---|
0 |
Flach (Standard) |
90 |
Viertelzylinder |
180 |
Halbzylinder – steht frei aufgestellt |
360 |
Vollzylinder – ideal für Lampen und Vasen |
Wann es Sinn macht:
180: Panoramafotos als freistehendes Leuchtbild.360: Als Lampenschirm – das Bild wickelt sich einmal komplett um.!!! note “Größere Dateien bei Krümmung”
Im Krümmungsmodus wird die Geometrie pro Pixelspalte segmentiert, damit alle Schichten exakt dem Bogen folgen. Gekrümmte Modelle haben deshalb deutlich mehr Dreiecke als flache – --format binary verwenden.
!!! example “Beispiele” ```bash # Halbzylinder pixestl -i panorama.jpg -p palette.json -o out.zip -w 200 -C 180
# Vollzylinder-Lampenschirm
pixestl -i bild.jpg -p palette.json -o out.zip -w 250 -C 360
```
Parameter für Feinsteuerung, AMS-Betrieb und Debugging.
| Parameter | Standard | Beschreibung |
|---|---|---|
--color-distance |
cie-lab |
Methode für den Farbvergleich: cie-lab (wahrnehmungstreu, empfohlen) oder rgb (schneller, weniger genau). |
--pixel-method |
additive |
Wie Pixel erzeugt werden: additive (transparente Schichten stapeln) oder full (ein Pixel = eine Farbe). |
--color-number |
0 |
Maximale Farbanzahl pro Druckgruppe für AMS. 0 = alle Farben, 4 = 1 AMS, 8 = 2 AMS, 16 = 4 AMS. |
--calibrate |
– (Flag) | Kalibrierungsmodus: Erzeugt Testmuster statt Lithophanie. Kein Eingabebild nötig. |
--palette-info |
– (Flag) | Zeigt Informationen über die geladene Palette an (aktive Farben, Layer-Definitionen). |
--debug |
– (Flag) | Gibt zusätzliche Debug-Informationen in der Konsole aus. |
Wann es Sinn macht:
--color-number 4: Wenn du nur ein AMS (4 Slots) hast – PIXEstL teilt die Farben in Gruppen auf.--pixel-method full: Für einfache Logos oder Grafiken ohne Farbmischung.--color-distance rgb: Selten – nur wenn CIE-Lab für eine bestimmte Palette schlechtere Ergebnisse liefert.| AMS-Konfiguration | Parameter |
|---|---|
| 1 AMS (4 Slots) | --color-number 4 |
| 2 AMS (8 Slots) | --color-number 8 |
| 4 AMS (16 Slots) | --color-number 16 |
| Alles auf einmal | --color-number 0 (Standard) |
!!! note “Mindestens 2 im additiven Modus”
Im additiven Modus ist pro Gruppe immer ein Slot für Weiß reserviert. --color-number 1 ist deshalb ungültig – gültig sind 0 (alle) oder Werte ab 2.
pixestl \
-i foto.jpg \
-p palette/filament-palette-0.10mm.json \
-o ausgabe.zip \
-w 100 \
--format binary
pixestl \
-i foto.jpg \
-p palette/filament-palette-0.10mm.json \
-o ausgabe_fein.zip \
-w 150 \
--color-pixel-width 0.5 \
--texture-pixel-width 0.2 \
--format binary
pixestl \
-i foto.jpg \
-p palette/filament-palette-0.10mm.json \
-o graustufen.zip \
-w 100 \
--no-color
pixestl \
-i panorama.jpg \
-p palette/filament-palette-0.10mm.json \
-o panorama.zip \
-w 200 \
-C 180 \
--format binary
pixestl --calibrate \
-p palette/filament-palette-0.10mm.json \
-o kalibrierung.zip \
--color-layers 5